Schon seit über 25 Jahren beschäftige ich mich mit der frühesten Beziehung, die wir in unserem Leben kennen: die Bindung zu unseren Eltern, allen voran zu unserer Mutter. Seit 1997 arbeite ich mit Kindern, die in ihrem jungen Leben bereits schreckliche Erfahrungen machen mussten – Kinder, die auf der Strasse lebten; Kinder, die von anderen missbraucht wurden; Kinder, die zu Waisen wurden; Kinder, die flüchten mussten oder deren Eltern geflüchtet sind; Kinder, die von ihren Eltern verlassen wurden; Kinder, die ungewollt waren; Kinder, die von ihren Eltern geschlagen wurden oder bezeugen mussten, wie ihre Väter ihre Mütter schlugen; Kinder, deren Eltern alkoholsüchtig waren; Kinder, die einen Grossteil ihrer Kindheit in einem Flüchtlingszentrum verbringen, und viele andere Kinder, deren Kindheit geprägt war/ist von schwierigen und belastenden Ereignissen.
In all diesen Jahren beschäftigte ich mich mit den Auswirkungen von Trauma auf die Entwicklung der Kinder und mit den Folgen einer sicheren und vor allem unsicheren Bindung auf die Entwicklung der Kinder. Ich bin überzeugt, dass viele Verhaltensauffälligkeiten der Kinder, inkl. ADHS und Autismusspektrumsstörungen, ihren Ursprung in frühkindlichem Trauma haben könnte und zu diesen frühkindlichen Traumas könnten eben auch Bindungsstörungen gehören. Es reicht m.E. nicht, Kinder medikamentös und verhaltenspsychologisch zu helfen. Wir müssen zum Ursprung zurück. Warum hat sich das Kind so entwickelt, wie es ist?
Und diese Frage führte schliesslich zur Frage, ob Bindung oder auch Bindungstherapie präventiv wirken kann. Ich glaube ja und viele Studien belegen diese Antwort. Trauma kann leider immer und überall passieren, doch wenn ein Kind sicher gebunden ist, ist es resilienter und kann allfällige Traumas eher auf gesunde Weise verarbeiten als wenn es bereits mit einer Bindungsstörung aufwächst.
Deshalb sollten wir bei den schwangeren Müttern ansetzen: sie in Watte packen und dafür sorgen, dass sie sich ohne Stress und mit viel Freude bereits während der Schwangerschaft an ihr Ungeborenes binden können. Und dann sollten wir jungen Eltern im allerwichtigstens ersten Lebensjahr des Babys helfen, eine sichere Bindung mit ihrem Neugeborenen aufzubauen, denn das kommt leider nicht automatisch, besonders nicht, wenn die Eltern selber aus der Vergangenheit und besonders aus der Kindheit belastet sind. Ein unsicher gebundenes Elternteil kann nur mit Hilfe eine sichere Bindung zum Kind aufbauen. Man kann nicht geben, was man nicht hat – wenigstens nicht, ohne Hilfe.
Genau hier setze ich an: mit Kursen für werdende Eltern (SAFE), individuelle Begleitung von Schwangeren (besonders auch im Migrationsbereich), Therapieangebote wie NET, BBT und IBT, je nach dem individuellen Bedürfnis der Klientin/des Klienten.
Ich freue mich, euch ganz individuell zu unterstützen, damit euer Kind den bestmöglichen Anfang ins Leben erhalten darf!
Thirza Schneider

Meine Ausbildungen:
Januar-Juli 2026: Integrative Bindungsorientierte Traumatherapie (IBT, nach Boger)
März 2026: Bindungsbasierte Psychotherapeutin (BBT, nach Brisch)
Februar 2026: SAFE Mentorin
November 2025-Juni 2027: Bindungsanalytikerin (nach György Hidas & Jenö Raffai)
2025: Narrative Expositionstherapie (NET, nach Schauer, Elder und Neuner)
2022: CAS Fachberaterin Psychotraumatologie (mit Spezialisierung auf Kinder/Jugendliche und Migration)
2005: MA Kinder- und Familienarbeit (Bethel University, Minnesota, USA)
1995: BA Journalismus, Soziologie und Psychologie (City University, London, England)
Meine Erfahrungen:
2017-heute: Pflegemutter
2012-heute: Flüchtlingsbegleiterin
2002-2011: Gründerin und Leiterin von Kinderhilfswerk Children of Hope, später Oasis Kirgistan, Bishkek, Kirgistan
1998-2002: Internationales Kinderhilfswerk, Rainbows of Hope, South Carolina, USA, mit Einsätzen in Südamerika, Afrika, Asien und Zentralasien
1997: Volontariat mit Strassenkindern in Bukarest, Rumänien